FSC® Controlled Wood (CW)



FSC-Anforderungen

Um Firmen die Möglichkeit zu geben nicht FSC-zertifiziertes Material für die FSC-zertifizierte Produktion einzusetzen, wurde die Materialkategorie "FSC Controlled Wood" eingeführt. Anforderungen hierfür sind im "Controlled Wood Standard (STD-40-005)" enthalten, der zusätzlich zum FSC-COC-Standard geprüft wird, wenn der Betrieb diese Kategorie nutzen will.

Als nicht zulässige Holzherkunft definiert FSC fünf Kategorien:
  1. Holz aus illegalem Einschlag/Raubbau,
  2. Holz aus Wäldern, in denen Bürger- oder traditionelle Rechte verletzt werden,
  3. Holz aus besonders schützenswerten Wäldern,
  4. Holz von gentechnisch veränderten Bäumen oder
  5. Holz aus Naturwaldrodung.

Eine Firma, die kontrolliertes Material für die FSC-zertifizierte Produktion einsetzen will, kann entweder Material von einem zertifizierten Vorlieferanten kaufen, der es als „kontrolliert“ deklariert oder diese Kontrolle im Falle unzertifizierter Lieferanten selber übernehmen. Dafür muss sie unzertifiziertes Material einem Verifizierungsprozess unterziehen und das Risiko einer umstrittenen Herkunft abschätzen.


Verifizierungsverfahren

Erster Schritt einer Risikobeurteilung ist die Ermittlung der genauen geographischen Herkunft, im Minimum das Herkunftsland, u. U. aber auch innerhalb des Landes die Region. Die Definition dieser Regionen soll so erfolgen, dass in sich homogene Einheiten entstehen, z. B. kann es sinnvoll sein, in tropischen Ländern nach Naturwald im Gebirge und Plantagenbetrieben im Tiefland zu unterscheiden. Für alle Einkäufe muss die Herkunft bekannt und nachweisbar sein, z. B. durch Transportdokumente oder Einkaufsnachweise. Das Unternehmen muss alle Lieferanten in den Verifizierungsprozess mit einbeziehen und das Material über die gesamte Lieferkette bis zum Waldort zurückverfolgen können. Dieser Herkunftsnachweis ist umso schwerer zu führen, je länger die Lieferkette ist.

Die Risikobewertung findet dann für jede der vorher definierten Einkaufsregionen sowie für die Lieferkette statt. Für jede der fünf oben genannten Kategorien kontroverser Quellen wird eine Einschätzung des Risikos in der betroffenen Region vorgenommen. Das Risiko kann entweder als niedrig oder als unspezifiziert/spezifiziert eingestuft werden. Nur Holz aus Regionen, in denen das Risiko für alle fünf Kategorien niedrig ist, gilt bei vorliegendem Herkunftsnachweis als kontrolliert. Sobald eine der fünf Kategorien ein unspezifieziertesspezifiziertes Risiko hat, sind weitere Kontrollmassnahmen notwendig.
In dem Fall muss das Unternehmen durch weitere Nachforschungen und ggf. einem Vor-Ort-Audit eine Risikoneubewertung konkret für die betroffenen Lieferanten durchführen, der reine Herkunftsnachweis genügt nicht mehr.

Zuständig für die nationalen Risikobeurteilungen sind die nationalen FSC-Arbeitsgruppen, die nationalen Risikobeurteilungen wiederum werden von FSC International geprüft und freigegeben (akkreditiert). Eine Liste aller vorliegenden Risikobeurteilungen ist online verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert.

Die einzelnen konkreten Beurteilungen sind ebenfalls online verfügbar (https://ic.fsc.org/en/document-center). Für einige Länder wie z. B. Deutschland ist das Ergebnis ein gesamthaft niedriges Risiko, sodass Holz aus diesen Ländern generell für FSC Controlled Wood verwendet werden darf.
Zusätzliche Informationen zur Risikobewertung weltweit sind auf der Webseite http://www.globalforestregistry.org zu finden.
Neben der Risikobewertung gibt es weitere Anforderungen. Der Betrieb muss Lieferanten, die gelieferte Holzmenge und Holzarten dokumentieren, ein Beschwerdeverfahren einführen und die Unternehmenspolitik im Hinblick auf die Holzbeschaffung öffentlich verfügbar machen.


FSC Controlled Wood in der Waldbewirtschaftung

Waldbesitzer und Forstunternehmen, welche die Legalität und Vorbildlichkeit ihrer Waldbewirtschaftung nachweisen wollen, können gemäß Standard 30-010 ebenfalls eine Controlled Wood Zertifizierung erlangen. Damit können Sie dann Controlled Wood Material an zertifizierte Unternehmen verkaufen.


Unser Angebot

  • Überprüfung des FSC Controlled Wood-Standards für Verarbeiter als Bestandteil der normalen Produktketten-Überprüfung
  • Prüfung von Forstbetrieben nach dem FSC Controlled Wood-Standard für Forstbetriebe
  • Öffentliche Konsultation der Interessenvertreter

    Betrieb
    Konsultationszeitraum
    Land
    Zusammenfassung DDS
    Adolf Erhart GmbH07.11.2017 - 19.12.2017AT
    CH
    DDS-Beschrieb AT
    DDS-Beschrieb CH


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